Thüringen: Zu früh gefreut? Kemmerich (FDP) gibt auf!

Zusammen mit meinen Kollegen habe ich beschlossen, die Auflösung des Landtages zu beantragen. Damit möchten wir Neuwahlen herbeiführen, um damit den Makel der Unterstützung durch die AfD vom Amt des Ministerpräsidenten zu nehmen.

Demokraten brauchen demokratische Mehrheiten, die sich offensichtlich in diesem Parlament nicht herstellen lassen. Eine Zusammenarbeit mit der AfD gab es nicht, gibt es nicht und wird es nicht geben.

Thomas Kemmerich | FDP | Kürzester Ministerpräsident aller Zeiten

Das ist natürlich alles Quatsch, was der Kemmerich da labert. Im Morgenmagazin der ARD klang er nämlich noch völlig anders: „Die Arbeit beginnt jetzt“.
Der neue (und schon wieder alte) Ministerpräsident betonte, er sei demokratisch gewählt und eine Neuwahl würde nur zu einer Stärkung der Ränder führen.
Was wird passiert sein? Ganz einfach: Der Druck wurde zu groß. Letztendlich wird Merkel, ihre Daumen, die mit den abgeknabberten Fingernägeln, nach unten gestreckt haben, und das war’s dann.

In Berlin ist gerade kollektives Durchdrehen in Mode. Horcht man rein, bekommt man das Gefühl, die „Machtergreifung“ der AfD stünde unmittelbar bevor. Dazu passt ein unfassbarer Kommentar von ZDF-Chefredakteur Peter Frey:

Thüringenwahl: Ein Tabubruch, geschichtsvergessen. Denn es war in Thüringen, im Jahr 1924, als erstmals völkische Abgeordnete einer Regierung zur Mehrheit verhalfen. Die vertrieb zuerst das progressive Bauhaus aus Weimar und bereitete dann den Weg für die Machtübernahme der NSDAP. Endstation: Buchenwald.

Quelle

Diese Artikel könnten Dich auch interessieren

Lindner stellt Vertrauensfrage

FDP-Parteichef Lindner stellte eben die Vertrauensfrage. Laut des Onlineportals, „Business Insider“, das sich auf „Insider“ beruft, hatte Lindner zwei Tage vor der Wahl grünes Licht für eine Kandidatur Kemmerichs gegeben. Ergibt Sinn. So eine nachhaltige Entscheidung, hätte Kemmerich nicht ohne Lindners Rückendeckung treffen können. Was der auch mehr oder weniger bestätigt: „Ich war mit Christian Lindner permanent im Kontakt. Wir haben auch besprochen, was wir hier in Thüringen beschlossen haben.“

Am Ende will es wieder keiner gewesen sein. Die FDP dementierte den „Business Insider“-Artikel auf Twitter, schrieb: Zu keinem Zeitpunkt habe Lindner „intern oder öffentlich eine wie auch immer geartete Kooperation mit der AfD gebilligt“.
Wie verlogen. Erbärmlich.

Wenigstens die WerteUnion bleibt stabil

Die einzigen vernünftigen Stimmen aus der Ecke der Altparteien kommen von der WerteUnion rund um Hans-Georg Maaßen:

Die Mauermörderpartei, die mehrfach umbenannte SED, die 40 Jahre lang Menschen unterdrückt, eingesperrt, bespitzelt und ermordet hat, stellt in Deutschland keinen Ministerpräsidenten mehr. Das sollte alle Demokraten in unserem Land freuen.

SPD und Grüne haben nicht den Anstand besessen, eine Koalition mit dieser Unrechtsstaatspartei abzulehnen. Das war die wahre Schande von Thüringen. Sie ist Geschichte. Völlig unangebracht sind alle Krokodilstränen, die jetzt im linken Spektrum wegen Ramelows Abwahl fließen.

Die Taktik der FDP war allemal gerechtfertigt, um den unerträglichen Zustand mit Linksextremisten in der Regierung zu beenden.

Herzlichen Glückwunsch an den neuen thüringischen Ministerpräsidenten Thomas Kemmerich!

Ralf Höcker | Pressesprecher des Bundesverbands der WerteUnion | 5. Februar 2020

Was wiederum die Stimmen lauter werden lässt, diese „Steigbügelhalter der Nazis“ von der WerteUnion bitte schön endlich aus der CDU zu schmeißen.

Sei’s drum: Das antidemokratische Verhalten der Altparteien wird ihrem bereits schwer beschädigtem Ruf schaden. Der Gewinner ist also …
die AfD!